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Wagyu -
Fütterung Ziel aller Wagyuzüchter ist es,
das "beste" Rindfleisch der Welt als Delikatesse zu
erzeugen. Das geht mit herkömmlichen Methoden nicht.
Der Mastprozess bei den Wagyu-Rindern muss von der
Geburt bis zum Schlachttermin betrachtet werden.
Auf Grund unserer langjährigen Erfahrung empfehlen wir
Wagyumästern was folgt:
Wichtig: Die
Fettäderchen, die später die feine Marmorierung im
Muskelfleisch bilden, sind angeboren. Wenn diese nur
ungenügend vererb wurden, bekommen niemals ein
Spitzenfleisch. Deshalb achten Sie bereits beim Rinder-
/ Embryonenkauf darauf. Billiger Einkauf kann für Sie am
Ende der Mast teuer und enttäuschend werden.
So bekommen Sie (mit
unserer Genetik ;-) super Fleisch
- Nach der Geburt
5-7 Liter Kolostrum von der Mutterkuh oder aus dem
eingefrorenen Bestand.
- Entscheiden, was
aus dem Kalb werden soll -> Entweder Zuchttier oder
Masttier.
- Bei männlichen
Kälbern, die für die Mast vorgesehen werden:
Schnellstmögliche Kastration bei Vollnarkose. (komplett „alles
raus“).
- Anschließend
sollte die Zugabe von fettreicher Milch (oder die
Verwendung eines Milchaustauschers) z.B. durch eine
Ammen-Kuh (nicht Wagyu) erfolgen.
- Umstellung des
Pansens mit hochwertigem Kälbermüsli.
- Abgetrennte
Bereiche mit reichlich Heu für die Mastkälber
bereithalten.
- Langsamer Übergang
zu Heulage / Grassilage (2. oder 3. Schnitt. Heu
weiter
ad Libitum.
Es ist darauf zu achten, dass die
Mutterkuh, falls sie noch dabei ist, das
nährstoffreiche Futter
nicht aufnehmen kann (führt sonst zur Verfettung).
- Nach Absetzen der
Kälber langsame Umstellung auf energiereiche
Grassilage (1. Schnitt) und / oder Maissilage.
Zugabe von z.B. Getreide-Kraftfutter mit langsamer Steigerung.
Schwerpunkt: Wachstum fördern. Auf die ausreichende Mineralienversorgung
achten. Immer offene Tränken mit frischem
Wasser im
Stall/Paddock anbieten. Die geschätzte
Tageszunahme eines derart konditionierten Wagyu´s
beträgt ca. 600g/Tag.
- Circa ab dem 20.
Monat beginnen sich die einzigartigen Fettäderchen
zu entwickeln. Ab diesem Zeitpunkt empfehlen wir Maissilage
oder Grassilage (1. Schnitt) ad Libitum gut gemischt
mit reichlich eiweißreichem Kraftfutter. In dieser Phase werden bei uns
Tageszunahmen von bis zu 1200g erzielt.
Empfehlung:
"Nachtisch" zu jeder Mahlzeit anbieten. Zum Beispiel
nach der regulären Futteraufnahme in
das Restfutter (was dem Tier noch vorliegt) süße Melasse, Apfeltreber oder ähnliches regelmäßig
vorlegen.
- Bis zum 30. Monat
sollte ein so gemästeter Ochse ca. 650-750 kg
Lebendgewicht haben.
- Ab dem 31. Monat
wird das Tier langsam wieder auf hochwertiges,
Vitamin A reiches Heu
umgestellt. Ziel ist es später möglichst weißes Fett
und schön rotes Fleisch zu erhalten.
Hierfür ist ein besonderer Anteil von Vitamin A in
den Futtermitteln von Nöten. Ein leichter
Gewichtsverlust der Tiere ist hinzunehmen. Ab dem
34. Monat ist in der Regel der Mastochse
schlachtreif. Schlachtgewicht bei uns ca. 850-1000
kg.
Grundsatz: Jedes Pfund geht durch den Mund.

Wir haben Erfahrung und geben diese gern an unsere
Kunden
weiter.
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